Franken-Onleihe. Liebe und Tod in Leipzig

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Inhalt:

Ein wiederentdeckter Jugendroman aus der Zeit von Tucholsky und Brecht Der Schweizer Professorensohn und Gymnasiast Rudolf Steinberg ist gerade 19 Jahre alt, als er sich Hals über Kopf in die schöne Agnes Klinger verliebt. Doch das Glück des jungen Paares wird schnell getrübt, denn Rudolfs lang geplanter Umzug in seinen zukünftigen Studienort Leipzig steht kurz bevor. Und auch Agnes Familie lehnt den jungen Mann an der Seite ihrer Tochter ab. Trotz der Distanz versichern sie sich in innigen Briefen ihrer gegenseitigen Hingabe und Treue und planen ihre gemeinsame Zukunft. Als sich Agnes Eltern endgültig zwischen das junge Paar stellen, verlassen Agnes und Rudolf heimlich ihre Heimatstadt. Unverheiratet und ohne klare Perspektiven ziehen sie gemeinsam nach Leipzig, wo sich alles zum Guten zu fügen scheint. Doch ihr hart erkämpftes Glück gerät erneut ins Wanken, als die jüdische Schauspielerin Esther Löwenthal in ihrem Leben auftaucht. Bei der Premiere von Rudolfs erstem Bühnenstück entfacht sich sogar ein tödliches Handgemenge um die schöne Esther, bei dem Rudolf nicht unbeteiligt ist. Harry Gmürs Jugendroman im Stil von Goethes Werther ist im wahrsten Sinne ein Debüt: Zu Lebzeiten des Autors unveröffentlicht, ist sein Werk eine Perle der romantisch dramatischen Literatur, die über 80 Jahre nach ihrem Entstehen nun erstmals veröffentlicht wird.

Autor(en) Information:

Harry Gmür, 1908 in eine großbürgerliche Familie in der Schweizer Hauptstadt Bern hineingeboren, schrieb das bislang unveröffentlichte Manuskript von Liebe in Leipzig vermutlich 1929 im Alter von 20 oder 21 Jahren. Seit den 30er-Jahren folgten viel beachtete Reportagen, u.a. für die Ostberliner Weltbühne. Durch sein Engagement in der deutschsprachigen kommunistischen Szene blieb Gmür nach dem Zweiten Weltkrieg u.a. in der DDR beliebt - dort schrieb er unter dem Pseudonym Stefan Miller. Sein packendes Werk Am Stammtisch der Rebellen, welches bis zum Tod von Gmür 1979 unveröffentlicht blieb, wurde 2015 im Europa Verlag Zürich erstmals aufgelegt und u.a. von der NZZ hochgelobt.

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